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Wasserorgel
in Meyenburg, Osterholz-Scharmbeck und Syke-Barrien |
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| Zu Pfingsten 1999, zum Deutschen Mühlentag, wurde zunächst die Wassermühle in Meyenburg, im Juni dann das Wasserrad in Osterholz-Scharmbeck und im Sommer 2000 schließlich die Wassermühle in Syke-Barrien für jeweils zwei Wochen in eine Wasserorgel verwandelt. Dieses Projekt wurde inspiriert durch die in sehr wenigen Exemplaren bis zum 17.Jahrhundert errichteten, vom Wasser betriebenen Orgeln. Die Aufmerksamkeit der Passanten wird erst durch die acht in unmittelbarer Nähe der Mühle aufgestellten Pfeifen erweckt. Aus den Pfeifen ertönt eine leise Musik die - wie das Wasser - kontinuerlich fließt und sich trotzdem immer wieder minimal verändert. Angelehnt an den ruhigen Lauf des Wasserrades fügt sich die Musik zu dem Geräusch des Wassers und der näheren Umgebung. Es ist ein Ort zum Stehenbleiben und Innehalten, zum Lauschen. |
Aus den wenigen überlieferten Abbildungen kann man ein zauberhaftes Instrument erahnen, das in sich eine poetische Umsetzung der damaligen Technik verbirgt. Diese Vorstellung ist für mich Reiz genug gewesen um eine Klanginstallation zu entwerfen, die in Verbindung mit einer Wassermühle ein Stück dieser faszienierenden Verspieltheit wieder aufleben läßt, sagt der Klangkünstler Marc Pira. |
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| Osterholz-Scharmbeck | ||||||||||||
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Nach dem bei mechanischen Orgeln angewandten Prinzip wird die Komposition auf einen Datenträger gebracht. Ähnlich wie die traditionelle Walze durch den Motor, wird der Speicher aus dem Rechner durch das Drehen des Wasserrades ausgerollt. Das Wasserrad liefert praktisch durch seine Bewegung das Tempo für die Musik. Es wird elektronisch abgetastet, so daß das Computerprogramm durch die Geschwindigkeit des Drehens gesteuert wird. Zur Klangerzeugung wird ein Synthesizer verwendet. Die dabei produzierten Klänge werden mit Hilfe einer Verstärkeranlage hörbar gemacht. Die acht wetterfesten Lautsprecher werden in dafür konstruierte Pfeifen eingebaut. | |||||||||||
| Syke-Barrien | ||||||||||||
| Marc Pira Der französische Klangkünstler Marc Pira steht in der Tradition der MUSIQUE CONCRETE und arbeitet seit 10 Jahren im Bereich der elektronischen Musik. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt bei Klanginstallationen und Klangskulpturen. Neben der Teilnahme an verschiedenen Festivals (u.a. Breminale/Bremen, Klangzeit/Wuppertal, Multiple Sound Festival/Maastricht, Klangart/Osnabrück) hat er sich intensiv mit der mechanischen Musik beschäftigt. Er leitet seit 1994 die Klangwerkstatt in der Kulturwerkstatt westend in Bremen. |
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